Billiger telefonieren im Ausland

Tipps der DHB-Verbraucherberatung

Rechtzeitig für Sommerferien und Urlaubszeit wurden die Roaminggebühren in der europäischen Union abgeschafft. Ab sofort können Urlauber ohne zusätzliche Kosten das ausländische Mobilfunknetz nutzen. Dies gilt für alle 28 EU-Länder, außerdem für Island, Liechtenstein und Norwegen, aber Achtung: die Schweiz gehört nicht dazu.

„Allerdings gibt es ein paar kleine Einschränkungen“, so Sabine Hentschel von der Verbraucherberatung im DHB – Netzwerk Haushalt, Hessen. Anbieter dürfen das Datenvolumen während eines Auslandsurlaubs begrenzen. Community-Flats, also wenn Kunden eines Anbieters kostenlos miteinander telefonieren können, gelten bei den meisten Anbietern im Ausland nicht. Diese Gespräche oder SMS werden dann auf das vorhandene Volumen angerechnet oder kosten den gleichen Preis wie andere Verbindungen, im Allgemeinen 9 Cent pro Minute oder SMS. Kunden mit älteren Verträgen sollten überprüfen, welche Roaming-Regeln für sie gelten und ggf. in einen neueren regulierten Tarif wechseln. Im Übrigen gibt es auch Tarife, die einzelne nicht-EU-Länder wie Schweiz, Türkei oder USA miteinschließen.

Wer im Ausland sein Handy intensiver nutzen möchte als normalerweise oder die Einschränkungen der Community-Flat im Ausland ausgleichen möchte, kann für die Urlaubszeit entsprechende Optionen dazu buchen. Wer außerhalb der EU Urlaub macht und teure Überraschungen vermeiden will, sollte z.B. die automatische Datenübertragung deaktivieren und die Mailbox abschalten.