Endlich Sommer – Kleidermotten vertreiben

Falsch aufbewahrte Winterkleidung kann zu einer ärgerlichen  Überraschung führen.

Temperaturschwankungen führen nicht selten zu einem häufigen Kleidungswechsel. Ärgerlich kann es werden, wenn der Pullover oder das Jackett dann im Kleiderschrank landen. Zwar ist es meist unnötig wenig getragene Kleidung zu waschen oder in die Reinigung zu bringen, doch vor einer längeren Aufbewahrung ratsam. Hautschuppen und Schweißgeruch sind bevorzugte Lockmittel für Kleidermotten.

Haben sie den Zugang in den Kleiderschrank geschafft, suchen sie dunkle warme Stellen zur Eiablage auf. Je kuscheliger, desto lieber! Die Larven ernähren sich von tierischen Fasern oder Gemischen daraus. Deshalb sind nicht nur Textilien aus Wolle, Federn und Pelzen betroffen, sondern auch Matratzen und Teppiche. Ist das Nahrungsangebot begrenzt, finden sich Fraßschäden auch in chemischen oder pflanzlichen Fasern, obwohl diese nicht verdaut werden können.

Bei Mottenbefall hilft nur:

Schränke ausräumen, gründlich saugen, vor allem in Ecken und Ritzen, Bohrlöcher von Regalböden besonders kontrollieren und Matratzen und Teppiche mit einbeziehen. Textilien wenn möglich bei 60 Grad waschen, Wintermäntel und Anzüge gründlich ausbürsten und lüften oder in die Reinigung bringen. Werden die Schädlinge beizeiten entdeckt, lässt sich bei unempfindlichen Materialien durch ausreichendes Lüften in der heißen Mittagssonne evtl. größerer Schaden vermeiden. Das Aufstellen von Pheromonfallen zeigt den Erfolg an. Bei starkem Befall leisten eingesetzte Schlupfwespen eine effektive Hilfe.

Am besten ist jedoch die rechtzeitige Vorsorge.

Zu Beginn der Sommerzeit sollten deshalb alle Textilien und Federbetten sauber, trocken und mottensicher verstaut werden. Fliegengitter /-netze verwehren lästigen Tierchen den Eintritt. Frisch duftende Wäsche bietet nur wenig Anreiz und der Duft von Lavendel und Zedernholz vertreibt die Motten.

Kleiderschränke sollten nicht zu voll eingeräumt sein und Textilien häufiger bewegt/ausgeklopft werden. Licht und Ruhestörung macht vorhandene Tierchen sichtbar.

Reicht der Kleiderschrank zur luftigen Aufnahme von Winter- und Sommerkleidung nicht aus, sind Kartons, Unterbettkommoden und Aufbewahrungsboxen eine bessere Alternative. Sind sie nicht luftdicht geschlossen, können sich aber auch hier Kleidermotten verstecken.

Die Räume müssen trocken sein. Textilien riechen ansonsten schnell muffig. Ein plötzlicher Wintereinbruch endet mit Schrecken, wenn die eingemottete Kleidung zusätzlich Stockflecken aufweist und nicht zum sofortigen Tragen zur Verfügung steht!