Sommerzeit ist Grillzeit

Aber wo kommt die Holzkohle her? Immerhin sind es laut Statistik etwa 230 000 Tonnen Holzkohle, die jährlich nach Deutschland eingeführt werden. Leider muss bei Grillkohle weder die Holzart, aus der sie hergestellt wird, noch das Herkunftsland deklariert werden. So landet ungewollt eine Menge Tropenholz im Grill. Häufiger werden im Allgemeinen Bäume aus gemäßigten Breiten zu Holzkohle verarbeitet, vor allem aus der Ukraine. Auch das ist problematisch, denn hier bedrohen illegaler Holzeinschlag und Raubbau unterstützt durch Korruption die letzten Urwälder Europas.

Eine Untersuchung der Stiftung Warentest hat gezeigt, dass von 17 untersuchten Kohlen neun Sorten keine Deklaration hatten. Nur eine Sorte hatte Holzart und Herkunft angegeben, sieben nur die Holzart. Geeignete Holzkohle lässt sich auch mittels der Siegel FSC oder PEFC für nachhaltige Forstwirtschaft auswählen. Diese Siegel gewährleisten, dass für die Erzeugung von Holzkohle kein Tropenwald abgeholzt wurde und dass das verwendete Holz aus nachhaltiger Waldbewirtschaftung stammt. Dabei ist das FSC-Siegel erste Wahl, da die Kriterien in der Regel strikter und ökologisch hochwertiger sind. Eine andere nachhaltige Alternative sind z.B. Briketts, die aus Olivenkernen, also Abfällen der Olivenölpressung hergestellt werden.

Wer eher holzfrei und raucharm grillen möchte, nutzt besser einen Gasgrill – auch die wurden kürzlich von Stiftung Warentest untersucht. Weitere Informationen zu den beiden Tests und rund ums Grillen erhalten Sie bei der Verbraucherberatung im DHB-Netzwerk Haushalt