Hülsenfrüchte - gesund, aber auch leicht verdaulich?

Hülsenfrüchte sind gute pflanzliche Eiweißlieferanten. Außerdem sind sie reich an Eisen, so Bianka Häußler, Diätassistentin der Verbraucherberatung Korbach.

Zusammen mit Vitamin C kann das Eisen auch gut genutzt werden.

Auch beim Abnehmen bieten Hülsenfrüchte den Vorteil, dass sie durch die langsame Aufnahme lange sättigen und somit Heißhunger vermieden werden kann.

Die vielen Ballaststoffe darin fördern ebenso eine gute Verdauung und lassen den Blutzucker nur langsam ansteigen, was vor allem für Diabetiker wichtig ist.

Dies sind nur einige Vorteile, so Häußler. Allerdings haben viele Menschen auch Probleme mit Hülsenfrüchten. So können sie zu vermehrter Gasbildung im Darm führen, was Blähungen verursacht und zu einem Völlegefühl führen kann.

Hier hat Bianka Häußler einige Tipps:

Wählt man geschälte Sorten, so sind diese meist leichter verdaulich. Denn die schwer verdaulichen Stoffe stecken meist in der Schale.

Ungeschälte Sorten kann man einweichen, dadurch quellen ihre Ballaststoffe auf und werden so auch leichter verdaulich.

Rote und gelbe Linsen sind kleiner als Riesen- und Tellerlinsen oder große Bohnen. Deshalb können sie vom Körper leichter aufgespalten werden.

Püriert man die Hülsenfrüchte, so nimmt man dem Körper einiges an Verdauungs-leistung ab. Ebenso wichtig ist gutes Kauen.

Kräuter wie Bohnenkraut, Fenchelsamen, Majoran, Rosmarin und Kümmel regen zusätzlich die Verdauung an und geben einen guten Geschmack. Sinnvoll ist es, mit einer kleinen Menge Hülsenfrüchte zu beginnen und dann langsam zu steigern. Hat sich der Darm erst an eine regelmäßige Menge gewöhnt, hat er weniger Probleme damit, die geeigneten Bakterien sind dann im Darm vorhanden.