Individuelle Abnehmtrends nahm die Ernährungsfachkraft der Verbraucherberatung Korbach, Bianka Häußler, unter die Lupe.

Dabei fiel ihr auf: Es geht immer weniger um allgemeine Ernährungsempfehlungen als um individuelle Zusammenstellung der geeigneten Ernährung mittels vorab durchgeführtem Screening der Abnehmwilligen.

Ein Ansatz ist die Berücksichtigung des Blutzuckerspiegels, so Häußler. Dieser kann nämlich unterschiedlich ansteigen, trotz des Verzehrs gleicher Lebensmittel. Somit fallen reine Empfehlung bezüglich des glykämischen Index und der glykämischen Last weg. Wie dies bei jedem Einzelnen jedoch getestet werden soll und was sich daraus genau für eine Ernährungsempfehlung ergibt, ist noch nicht vollständig entwickelt.

 Ein weiterer Ansatz ist der Blick auf die Darmflora. Übergewichtige Menschen haben eine andere Zusammensetzung als Normalgewichtige. Versucht man nun, die Darmflora zu verändern, so erhofft man sich eine bessere Gewichtsreduktion. Dies kann ein Teil der Behandlung in Bezug auf die Regulation von Übergewicht sein, bestätigt Häußler.

 Die Genanalyse steht dagegen noch in den Kinderschuhen. Aktuell angebotene Analysen mit dem gleichzeitigen Verkauf von Zusatzprodukten sind noch nicht zu empfehlen.

 Nicht neu ist die Einplanung persönlicher Vorlieben bei der Ernährungsumstellung. Denn nur, wer das Essen darf, was er gerne ist und nicht nach strengen vorgegebenen Plänen essen muss, hält das auch langfristig durch, erklärt Bianka Häußler. Und die Langfristigkeit ist auch der Schlüssel zum Erfolg einer sinnvollen Gewichtsreduktion.

Neben Bewegung und Entspannung dient dies zur Lebensstiländerung und führt dazu, dass Abnehmen nicht als Strafe empfunden wird.