Die Verbraucherberatung im DHB Netzwerk Haushalt Korbach informiert:

Mediterrane Ernährung auch für Nierenkranke?

Die mediterrane Ernährung besteht aus viel Gemüse, Obst, gesunden Ölen, Nüssen und Fisch.

Sie ist bekannt dafür, das Risiko für Herzkreislauferkrankungen zu senken.

Nun hat eine europäische Arbeitsgruppe untersucht, ob diese Ernährungsform auch für Nierenkranke geeignet ist.

Dafür spricht, dass diese Ernährungsform eine durchschnittliche Eiweißaufnahme von ca. 0,8 g pro Kilogramm Körpergewicht enthält. Dies wird auch für Menschen mit eingeschränkter Nierenfunktion empfohlen. Dieses Eiweiß stammt vorwiegend aus Gemüse, Fisch und weißem Fleisch.

Die Fettaufnahme punktet mit hochwertigen, pflanzlichen Fetten und einem guten Fettverteilungsmuster. Außerdem liefern diese hochwertigen Öle auch Polyphenole und Vitamin E, so Bianka Häußler, Diätassistentin der Verbraucherberatung Korbach.

Kohlenhydraten liefern Obst, Gemüse und Nüsse, kombiniert mit Vollkornprodukten haben sie eine niedrige glykämische Last.

Durch die vorwiegend frische Zubereitung ist die Aufnahme von Salz und Phosphat reduziert, was für Nierenerkrankte von Vorteil wäre.

Zu berücksichtigen ist jedoch der erhöhte Kaliumgehalt aus Obst und Gemüse, so Häußler.

Deshalb sei es wichtig, die Serumkaliumwerte regelmäßig zu kontrollieren.

Auch die Deutsche Gesellschaft für Nephrologie ist sich einig in dem Punkt, dass die mediterrane Ernährung deutliche Vorteile für Nierenkranke hat, bezogen auf ihr kardiovaskuläres Risiko. Kaliumwerte sollten dabei jedoch im Normbereich liegen.