Muskelkrämpfe und Magnesium

Jeder hatte schon einen, er tritt plötzlich auf und ist sehr schmerzhaft.

Einen Muskelkrampf kann man bekommen, wenn die Muskeln durch z.B. zu viel Sport überanstrengt sind. Dies ist meist mit einem Flüssigkeitsmangel verbunden bei dem es zu einem Ungleichgewicht im Elektrolythaushalt kommt.

Natrium, Kalium, Calcium und Magnesium sind zu wenig vorhanden oder im falschen Verhältnis, was eine gestörte Reizübertragung begünstigt.

Aber auch verschiedene Erkrankungen, wie die Fibromyalgie oder bestimmte Medikamente lösen Muskelkrämpfe aus.

Bei einigen ist die Ursache jedoch unbekannt.

Bei einer Überanstrengung kann man vorbeugen, indem man durch ausreichend geeignete Getränke entgegenwirkt, so Bianka Häußler, Diätassistentin der Verbraucherberatung Korbach.

Bei sportlichen Aktivitäten ist es wichtig, z.B. Saftschorlen im Verhältnis 1:1 gemischt zu trinken. Dazu kann man noch eine Prise Salz hinzufügen.

Auch eine Pause ist wichtig, um die Muskeln wieder zu entspannen.

Ist der Magnesiumspiegel im Gleichgewicht, so kommt es seltener zu Muskelkrämpfen.

Während der Schwangerschaft und bei starken, körperlichen Anstrengungen ist der Bedarf erhöht.

Ein hoher Alkohol- und Kaffeekonsum verhindert die ausreichende Aufnahme von Magnesium. Daher sollte der Konsum dieser Genussmittel reduziert werden.

Die Deutsche Gesellschaft für Ernährung, kurz DGE, empfiehlt eine Magnesiumaufnahme von 300 bis 400 mg pro Tag.

Dieser Bedarf lässt sich durch Haferflocken, Vollkornprodukte, Nüsse, Samen und Kerne, sowie viel grünes Gemüse und Kakao gut abdecken.

Eine Einnahme von Magnesiumpräparaten ist für 4 bis 6 Wochen zu empfehlen, wenn der Bedarf erhöht ist.

Besteht kein Magnesiummangel, so sollten bestehende Muskelkrämpfe vom Arzt abgeklärt werden.

Ein Calciummangel als Ursache ist kaum möglich, da die Knochen ausreichend Calcium zur Verfügung stellen und ein Mangel erst durch die Diagnose der Osteoporose aufgedeckt werden kann, so Bianka Häußler.