Nervige Telefonwerbung

Es klingelt und eine nette Stimme am Telefon empfiehlt Ihnen günstige Telefontarife, rät zum Wechsel Ihres Energieversorgers oder verspricht Gewinne. Dergleichen müssen Sie nicht einfach hinnehmen.

Grundsätzlich gilt: Telefonwerbung ist unzulässige, wenn Sie nicht vorher ausdrücklich zugestimmt haben. Dabei spielt es keine Rolle, ob Sie eine Bandansage hören oder mit einer Person reden. Der Anrufer darf ferner seine Rufnummer nicht unterdrücken. Darüber hinaus reicht es nicht aus, wenn der Anrufer Sie gleich am Anfang des Gespräches um Erlaubnis bittet. All dies ist unzulässig und wettbewerbswidrig.

Haben Sie während eines Werbeanrufes jedoch einen Vertrag geschlossen, ist dieser auch ohne schriftliche Bestätigung wirksam. Etwas anderes gilt nur für Verträge über Gewinnspieldienste. Jedoch können Sie alle anderen Verträge in der Regel unter Einhaltung der Widerrufsfrist widerrufen.

Unerbetene Telefonanrufe kann man leider nicht immer verhindern, allein schon deshalb nicht, weil man im Telefonbuch steht. „Teilen Sie Ihre eigene Telefonnummer nur dann mit, wenn es für den Vertragsabschluss unbedingt erforderlich ist“, empfiehlt Bettina Semsch von der Verbraucherberatung Bad Hersfeld. Gerade bei Gewinnspielen oder Werbeantwortkarten sollten Sie dies vermeiden oder widersprechen Sie gegebenenfalls der Nutzung und Weitergabe Ihrer Daten zu Werbezwecken. Streichen Sie bei Vertragsabschlüssen derartige Klauseln einfach.

Sie können auch jederzeit von Ihrem Widerspruchsrecht nach dem Bundesdatenschutzrecht Gebrauch machen. Melden Sie unzulässige Telefonanrufe der Bundesnetzagentur. Diese kann Rufnummern abschalten und auch Bußgelder verhängen.