Urlaubsmängel richtig reklamieren

Baulärm, schlechte Hotels oder verdreckte Strände können den Urlaub vermiesen. Für Reisen, die ab dem 1. Juli 2018 gebucht werden, gilt das neue Pauschalreiserecht.

Bei der Reklamation von Reisemängeln entfällt nunmehr die Hürde der Monatsfrist nach Reiserückkehr zur Anmeldung von Ansprüchen. Es gilt nun nur noch eine zweijährige Verjährungsfrist. Für Reisen, die vor dem 1. Juli 2018 gebucht wurden, gilt jedoch auch weiterhin die Monatsfrist. Nach wie vor bleibt jedoch die Pflicht des Urlaubers bestehen, Abweichungen von der gebuchten Leistung oder Mängel direkt vor Ort dem Reiseveranstalter (nicht nur dem Hotelier) anzuzeigen und diesen zur Abhilfe innerhalb einer angemessenen Frist aufzufordern. Tun Sie das nicht, können Sie Ihre Rechte auf Minderung, Kündigung oder Schadensersatz verlieren.
Denken Sie ebenfalls daran, dass Sie hinterher zum einen nachweisen müssen, dass Sie den Mangel sofort gemeldet haben und zum anderen, dass die Mängel überhaupt vorhanden waren. Im besten Fall lassen Sie sich die Mängelanzeige schriftlich und mit Datum von der örtlichen Reiseleitung des Reiseveranstalters bestätigen. Darüber hinaus sollten Sie die Mängel durch Fotos und/oder Videos dokumentieren und notieren Sie sich Name und Anschrift von Zeugen, die die Reisemängel bestätigen können. Auch kann bei bestimmten Mängeln, wie zum Beispiel Baulärm oder eingeschränkte Poolnutzung ein Protokoll hilfreich sein.