Weniger Acrylamid in Pommes & Co.

Die DHB-Verbraucherberatung rät zur Schadstoffreduzierung

 Pommes frites schmecken besonders gut, wenn sie schön kross und knusprig sind. Bei zu hohen Temperaturen kann allerdings der Schadstoff Acrylamid entstehen. Ab sofort gelten europaweit neue Vorgaben für die Herstellung und Verarbeitung von Kartoffelerzeugnissen, Brot und Feinbackwaren, Frühstückscerealien, Säuglingsnahrung, Kaffee und Kaffeeersatzprodukten, um die Acrylamidbelastung so weit wie möglich zu reduzieren.

 Im Jahr 2002 wurde Acrylamid erstmals in Lebensmitteln festgestellt. Im Tierversuch hat sich der Stoff als krebserregend erwiesen. Acrylamid entsteht aus Stärke- oder Zuckerbausteinen und der Aminosäure Asparagin, wenn bei geringer Feuchtigkeit hohe Temperaturen erreicht werden. Das ist beim Backen, Braten, Frittieren und Rösten der Fall, nicht jedoch beim Kochen, Dünsten oder Dämpfen. Vor allem in Pommes frites, Kartoffelchips, Bratkartoffeln, Keksen, Plätzchen, Lebkuchen und Knäckebrot kann viel Acrylamid vorkommen. Auch in der eigenen Küche sollte darauf geachtet werden, die Acrylamidbelastung gering zu halten. Bei der Zubereitung von Bratkartoffeln oder Ofenpommes, beim Plätzchenbacken oder Rösten von Toastbrot gilt die Devise: Vergolden statt verkohlen! Die Röststoffe, die das Aroma und den Geschmack verbessern sollten aus gesundheitlichen Gründen farblich dezent bleiben.