Weiterbildung Migrationskompetenz

In den Seminaren des Projektes „Alltagskompetenzen" unterrichten die DHB-Referentinnen in bunt gemischten Gruppen hinsichtlich Bildung, Alter und Herkunft. Der Anteil von Teilnehmern mit Migrationshintergrund liegt im Schnitt bei etwa 20 Prozent, kann im Einzelfall aber auch deutlich höher ausfallen. Um die Lebenswelt dieser Menschen besser verstehen und effizient unterrichten zu können, ist Fingerspitzengefühl und Wissen über die jeweiligen Kulturen erforderlich. Wissenswertes, Interessantes und Spannendes zur Arbeit mit Menschen unterschiedlicher Herkunft erfuhren die DHB-Referentinnen von der Diplom-Pädagogin Sabine Kriechhammer-Yağmur, Bildungsreferentin beim Büro F sowie beim Bundesverband Paritätisches Bildungswerk in Frankfurt. Sie ist Expertin für interkulturelles Arbeiten und Leben und berichtete aus einem reichen Schatz an beruflichen, aber auch persönlichen Erfahrungen.

„Was möchten Sie bis heute Abend klären?", diese Frage stellte Kriechhammer-Yağmur zu Beginn der eintägigen Weiterbildung. Ein grundlegendes Anliegen der DHB-Frauen war die Frage: „Wie können kulturelle Missverständnisse in Seminaren vermieden beziehungsweise gelöst werden?" Auch hinsichtlich Familienstrukturen, Ritualen und Essgewohnheiten von ausländischen Mitbürgern bestand Informationsbedarf. Viele konkrete Fallbeispiele aus der Praxis des nun seit mehr als zwei Jahren laufenden Projektes machten deutlich, wie wichtig es ist, sich eingehend mit Besonderheiten des Unterrichts in multikulturellen Gruppen zu beschäftigen.

DHB-Weiterbildung Migrationskompetenz

Keine einheitlichen Gruppen von Migranten
Zunächst ging es um die Frage: „Menschen mit Migrationshintergrund – wer gehört eigentlich dazu?“ Die Sozialpädagogin berichtete, dass die beiden größten Migrationsgruppen Aussiedler/Spätaussiedler und Menschen aus der Türkei seien. Die offiziellen Statistiken unterscheiden zugewanderte Ausländer (1. Generation), in Deutschland geborene Ausländer (2. und 3. Generation), Spätaussiedler, Eingebürgerte sowie Personen mit mindestens einem zugewanderten Elternteil.
Bei der Arbeit mit diesen Menschen muss berücksichtigt werden, dass es keine einheitlichen Gruppen von Migranten gibt. Diese kommen aus unterschiedlichen sozialen und gesellschaftlichen Schichten, haben unterschiedliche Weltanschauungen, Religionen, Kulturen, Geschlechter, ethnische, nationale oder soziale Herkunft und Sprachen. „Wir können nicht von einer Gruppe reden“, betonte Kriechhammer-Yağmur. Dies stelle die interkulturelle Arbeit vor besondere Herausforderungen.

Kulturen seien nicht statisch, sondern verändern sich, in manche werden wir hineingeboren, manchen ordnen wir uns zu. Wir teilen bestimmte Kulturelemente mit einer Gruppe oder auch nicht. So hätten beispielsweise türkische Hauswirtschaftsmeisterinnen (HWM) wahrscheinlich mehr Gemeinsamkeiten mit deutschen HWM als mit türkischen Analphabetinnen. Oder anders gesehen: Deutsche HWM hätten mehr Übereinstimmungen mit türkischen HWM als mit deutschen Analphabetinnen.

Keine einheitlichen Gruppen von Migranten
Zunächst ging es um die Frage: „Menschen mit Migrationshintergrund – wer gehört eigentlich dazu?“ Die Sozialpädagogin berichtete, dass die beiden größten Migrationsgruppen Aussiedler/Spätaussiedler und Menschen aus der Türkei seien. Die offiziellen Statistiken unterscheiden zugewanderte Ausländer (1. Generation), in Deutschland geborene Ausländer (2. und 3. Generation), Spätaussiedler, Eingebürgerte sowie Personen mit mindestens einem zugewanderten Elternteil.
Bei der Arbeit mit diesen Menschen muss berücksichtigt werden, dass es keine einheitlichen Gruppen von Migranten gibt. Diese kommen aus unterschiedlichen sozialen und gesellschaftlichen Schichten, haben unterschiedliche Weltanschauungen, Religionen, Kulturen, Geschlechter, ethnische, nationale oder soziale Herkunft und Sprachen. „Wir können nicht von einer Gruppe reden“, betonte Kriechhammer-Yağmur. Dies stelle die interkulturelle Arbeit vor besondere Herausforderungen.

Kulturen seien nicht statisch, sondern verändern sich, in manche werden wir hineingeboren, manchen ordnen wir uns zu. Wir teilen bestimmte Kulturelemente mit einer Gruppe oder auch nicht. So hätten beispielsweise türkische Hauswirtschaftsmeisterinnen (HWM) wahrscheinlich mehr Gemeinsamkeiten mit deutschen HWM als mit türkischen Analphabetinnen. Oder anders gesehen: Deutsche HWM hätten mehr Übereinstimmungen mit türkischen HWM als mit deutschen Analphabetinnen.

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