Hauswirtschaftliche Bildung für mehr Nachhaltigkeit, April 2010

Von den DHB-Seminaren des Landesverband Hessen e. V. profitieren mittlerweile mehr als 1000 Kursteilnehmer. Sie haben gelernt, wie der Privathaushalt zeitsparend und wirtschaftlich geführt oder wie gesundes Essen selbst zubereitet wird. All das kann die Lebensqualität des Einzelnen und die von Familien entscheidend verbessern. Da sich Aspekte der Nachhaltigkeit wie ein roter Faden durch die Seminare ziehen, profitieren nicht nur die Teilnehmer, sondern auch die Allgemeinheit und die Umwelt.

Die handlungsorientierten Angebote beleuchten Themen wie Konsum und Lebensstil aus verschiedensten Blickwinkeln. Einbezogen werden damit auch Aspekte wie die (Über)Nutzung der natürlichen Lebensgrundlagen, die gerechte Verteilung von Wohlstand in der Welt und die Teilhabe an der Zukunft. Dabei geht es nicht in erster Linie um Verzicht, sondern die viel wichtigere Frage, was tatsächlich zur Lebenszufriedenheit beiträgt.

Regional und saisonal
Wie kann man sich Bildung zu einer nachhaltigen Haushaltsführung vorstellen? Im Kurs „Essen, Trinken und Co." werden beispielsweise weitgehend saisonale und regionale Lebensmitteln verwendet. Die Teilnehmer erfahren, dass diese Produkte nicht nur frischer und intensiver schmecken, sondern auch eine günstigere Energiebilanz aufweisen als solche mit langen Transportwegen. Beim Kochen lautet die Devise der DHB-Referentinnen: energieeffizient und schonend zubereiten! Für Menschen, die es gewohnt sind, überwiegend Fertigprodukte zu verwenden, kann das Selbstzubereiten der Speisen eine neue und bereichernde Erfahrung sein. Dadurch gewinnt das Kochen als wichtiges Kulturgut wieder an Bedeutung. Auch hinsichtlich der Prävention von ernährungsabhängigen Krankheiten ist das Wissen um und das Zubereiten von gesunder Nahrung von nicht zu unterschätzender Bedeutung.

Energieeffizient und abfallarm
Im Seminar „Im Rausch der Sinne - Werbung, Konsum und Verbraucherrechte" lernen die Teilnehmer, ihr individuelles Konsumverhalten unter die Lupe zu nehmen, kritisch zu reflektieren und sich zu fragen: „Was brauche ich wirklich?". Im Alltag umgesetzt, können Ressourcen geschont und Abfall vermindert werden. Einsparpotentiale werden im Seminar „Let's talk about money – Finanzen in der Balance" beispielsweise durch die Auswahl von stromsparenden Haushaltsgeräten aufgezeigt.
Ziel des Seminars „Kleider machen Leute – Textilien, Waschmittel und Co." ist es, den Teilnehmern die Vorteile qualitätsbetonter und langlebiger Kleidung nahezubringen. Sie lernen außerdem, kleine Ausbesserungsarbeiten an Textilien selbst durchzuführen und diese sachgerecht zu pflegen. Umweltschonendes Handeln ist dabei ebenso ein Schwerpunkt wie im Seminar „Wie bei Hempels... - Reinigen mit System", in dem es ums Putzen und Reinigen der Wohnung geht. Diese Beispiele zeigen, dass der Aspekt der Nachhaltigkeit im Projekt „Alltagskompetenzen" eine zentrale Rolle spielt.

Veränderungen anstoßen
Der DHB will mit den Angeboten, die sich an Menschen verschiedenster Bildung und Herkunft richten, sein in Jahrzehnten gewachsenes Wissen weitergeben und Kompetenzen für eine nachhaltige Lebensweise vermitteln. Bei der Nachhaltigkeit geht es letztendlich um die Konsequenzen für jeden einzelnen, wie auch für andere sowie um die Frage: Was kann ich tun, um die Welt ein Stück zu verbessern? Dieses kritische Reflektieren ist auch in Alltagszusammenhängen notwendig, um Veränderungen anzustoßen und drängende globale Probleme wie den Raubbau an der Natur oder die ungleiche Verteilung von Reichtum anzugehen.

Finanzplanung DHB

Wie führe ich ein Haushaltsbuch und welche Einsparpotentiale gibt es?
Um diese Fragen geht es im Seminar "Let's talk about money - Finanzen im Griff".

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