Noch immer gibt EHEC Wissenschaftlern, Ärzten und Behörden Rätsel auf. Es gibt zwar von Zeit zu Zeit eine Spur, über welche Lebensmittel der gefährliche Erreger verbreitet worden sein könnte, doch bisher konnte er auf keinem der in Verdacht stehenden Lebensmittel nachgewiesen werden. Nach Empfehlung des Robert-Koch-Instituts (RKI) und des Bundesinstituts für Risikobewertung (BfR) sollten weiterhin Gurken, Blattsalat und Tomaten vorsorglich nicht roh verzehrt werden. Auch auf Sprossen ist vorerst zu verzichten. Verstärkt verweisen die Fachleute auf die Hygieneregeln im Umgang mit Lebensmitteln.

Auch der DHB-Hessen empfiehlt: nicht in Panik verfallen und mit Sachverstand die bewährten Regeln der Hygiene beachten. Das gilt sowohl für die persönliche Hygiene wie gründliches Händewaschen und für die Küchen- und Lebensmittelhygiene. Zum Thema Lebensmittelhygiene hat der Landesverband eine Broschüre „Feste sicher feiern" herausgegeben. Zwar bezieht sie sich auf Vereinsfeste, beinhaltet aber auch allgemein gültige Regeln, die in der aktuellen Situation hilfreich sein können. Wie man sach- und fachgerecht mit Lebensmitteln umgeht, können Verbraucher außerdem in den Weiterbildungen des Verbandes im Projekt "Alltagskompetenzen" erfahren. Die Seminare können in der Geschäftsstelle in Korbach gebucht werden.

Einige wichtige Hygieneregeln:

Obst und Gemüse müssen vor dem Verzehr gründlich gewaschen  und bei der Zubereitung muss auf gute Küchenhygiene geachtet werden (Messer und Bretter gründlich spülen)Rohmilch vor dem Verzehr abkochenBei der Zubereitung von Lebensmitteln (insbesondere Fleisch) darauf achten, dass die Speisen gut durchgegart sindRohes Fleisch getrennt von anderen Lebensmitteln zubereiten und lagern (Gefahr von Kreuzkontaminationen)Gründliches und häufiges Händewaschen

Hintergrund zu EHEC: Als primäre Infektionsquelle für den Menschen gelten nach Angaben des BfR Wiederkäuer, insbesondere Rinder, Schafe und Ziegen. Die erkranken selbst nicht, scheiden die Erreger aber mit dem Kot aus. In der Umwelt können EHEC-Bakterien über viele Wochen im Boden und Wasser überleben.

LINKS:
Robert-Koch-Institut: www.rki.de
Bundesinstitut für Risikobewertung: www.BfR.bund.de

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