Online-Schlichtungsstelle: Hessen verstärkt Verbraucherschutz

Das Land Hessen will sich ab sofort an der seit 2009 in Baden-Württemberg etablierten Online-Schlichtungsstelle beteiligen und damit hessischen Verbrauchern eine Anlaufstelle für Streitfragen im Online-Bereich bieten. „Verfahren der außergerichtlichen Streitbeilegung sind weniger kostspielig und langwierig als Gerichtsverfahren. Positive Ergebnisse der Streitschlichtung aus dem Versicherungs- und Finanzbereich wollen wir nutzen und im immer stärker genutzten Online-Sektor effektiv einsetzen", erklärte Ministerin Puttrich. Verbraucher können ab dem 1. Juli 2011 den kostenlosen Schlichtungsservice  bei der unabhängigen Schlichtungsstelle des Zentrums für Europäischen Verbraucherschutz e.V. nutzen (www.online-schlichter.de).

Die Beteiligung an der Schlichtungsstelle ist Teil eines Zwölf-Punkte-Aktionsplans für die Arbeitsschwerpunkte des Ministeriums in den kommenden Monaten. Das Hessische Verbraucherministerium (HMUELV) will mit dem Zwölf-Punkte-Aktionsplan eine moderne Verbraucherpolitik mit Augenmaß vorantreiben, die Verbraucherrechte stärken und die Transparenz verbessern. Um dieses Ziel zu erreichen wurden u. a. Umstrukturierungen im Ministerium vorgenommen. So sind für die Bereiche wirtschaftlicher Verbraucherschutz, Verbraucherbildung und Ernährung eigene Zuständigkeiten geschaffen worden.

Damit sich die Menschen im Verbraucher-Dschungel besser orientieren können, soll u. a. auch das Internetportal des HMUELV, das „Verbraucherfenster.de", stärker ausgebaut werden. Weitere Arbeitsschwerpunkte des HMUELV sollen der Datenschutz der Verbraucher sein, sowie ihr stärkerer Schutz vor Smartphone-Abzocke und mehr Sicherheit bei Internetgeschäften.

Zum Zwölf-Punkte-Aktionsplan gehört auch, dass das Land das erfolgreiche Projekt „Alltagskompetenzen – Durchblick gehört dazu" weiter unterstützten will, was der DHB-Landesverband sehr begrüßt. Die Evaluierung der Uni Gießen zeige dazu ein positives Ergebnis. Auch die Verbraucherberatung mit den hessenweit 15 Beratungsstellen, wozu auch die sieben Beratungsstellen des Landesverbandes zählen und die durch das Land institutionell gefördert werden, soll auch künftig sichergestellt werden.

Zwölf-Punkte-Aktionsplan des Ministeriums

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