Position zur aktuellen Diskussion um Minijobs

Auf den ersten Blick sind die Vorteile von geringfügigen Beschäftigungsverhältnissen, sogenannten 400-Euro-Jobs, nicht von der Hand zu weisen. Sie bieten vielen Frauen die Möglichkeit neben Haushalt und Familie etwas hinzuzuverdienen. Weiterer Vorteil: Die Minijobber zahlen keine Steuern und Abgaben. Doch Experten warnen: was zunächst als attraktiver Nebenverdienst erscheint, kann sich langfristig als berufliche Sackgasse herausstellen. Das ist insbesondere der Fall, wenn sich die familiäre Situation verändert, zum Beispiel die Familie auseinanderbricht, und die Frau für ihren eigenen Unterhalt sorgen muss. Aber selbst wenn es nicht so schlimm kommt, geraten viele Frauen in die „400-Euro-Falle". Fatal sind Minijobs nämlich auch, weil über Jahre nur sehr geringe Rentenansprüche aufgebaut werden. Wir raten deshalb Frauen nach der Geburt ihrer Kindern nicht zu lange aus ihrem erlernten Beruf auszusteigen und statt eines Minijobs möglichst schnell wieder in eine sozialversicherungspflichtige Beschäftigung zurückzukehren. Langfristig zahlt es sich aus, die berufliche Laufbahn und Altersversorgung nicht aus den Augen zu verlieren.

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