Mit Beratung und Bildung Hilfe zur Selbsthilfe leisten

Der Landesverband DHB – Netzwerk Haushalt Hessen begrüßt die Strom-Spar-Offensive von Bundesumweltminister Altmaier, fordert aber darüber hinaus weitere Maßnahmen, um den Stromverbrauch in Privathaushalten zu reduzieren.

Die Strom-Spar-Offensive der Bundesregierung, nach der jeder Bürger innerhalb von sechs Monaten eine fachkundige Energieberatung erhalten kann, um im eigenen Haushalt Strom einzusparen, ist ein Schritt in die richtige Richtung, so der DHB. Stromsparen sei die beste Möglichkeit, um die Stromkosten in den Griff zu bekommen.

Eine Abwrackprämie für Stromfresser im Haushalt – wie sie die Parteichefin der Linkspartei, Katja Kipping, fordert – wäre auch nach Ansicht der DHB-Landesvorsitzenden Anne Mitschulat eine gute Ergänzung zum aktiven Stromsparen. Sie hält es für sinnvoll, den Haushalten, die einen Stromfresser verschrotten, einen Gutschein für ein stromsparendes Haushaltsgerät auszuhändigen. „Wir wissen, dass heute bei der Gewinnung von Rohstoffen aus Altmaterial durch dessen Rückführung in den Wirtschaftskreislauf viel Geld verdient werden kann. Warum soll der Verbraucher daran nicht teilhaben?" Schließlich seien die Verschrottung von Stromfressern und die Anschaffung von energieeffizienten Geräten ganz im Sinne der Nachhaltigkeit und für eine gesunde Zukunft. Da heute von einer bestmöglichen Entsorgung von Schadstoffen und einer vorbildlichen Verwertungsquote von Wertstoffen von bis zu 95 Prozent ausgegangen werden kann, ist laut Mitschulat der Ersatz eines Stromfressers durch ein Sparmodell ökologisch gut vertretbar.

Für einkommensschwache Haushalte fordern Stimmen aus der SPD, dass Stromanbieter verpflichtet werden müssten, für die ersten 500 Kilowattstunden Strom den jeweils günstigsten Tarif zu berechnen. „Für mich wäre alternativ dazu auch eine Staffelung nach Verbrauchsmengen denkbar", teilt die Landesvorsitzende weiter mit. „Je höher der Verbrauch, desto höher der Tarif!"

Voraussetzung zum Stromsparen ist, dass die Verbraucher in der Lage sind dies zu tun. Das wiederum setzt Aufklärung und Beratung voraus. Der DHB engagiert sich schon seit Jahren in dieser Hinsicht mit Vortragsveranstaltungen und  Beratung in seinen sieben hessischen Verbraucherberatungsstellen. Energiesparen schont den Geldbeutel und die Umwelt, so die Devise des DHB. Fachkundige Beratung der Haushalte ist das A und O, um Sparpotenziale aufzuzeigen und auszuschöpfen. Schon beim Kauf von Waschmaschinen, Kühlschränken, Gefrierschränken und Fernsehgeräten muss auf die Energieeffizienz der Geräte geachtet werden. Darüber hinaus kann durch die richtige Bedienung und Ausnutzung der Geräte viel Strom und Geld gespart werden. Tipps und Tricks zum Stromsparen im Haushalt verraten die Verbraucherberatungsstellen des DHB und seine geschulten Referentinnen. Mit Beratung und Bildung leistet der Verband Hilfe zur Selbsthilfe bei allen verbraucherrelevanten Fragen und einer nachhaltigen Führung des privaten Haushaltes.

Der Landesverband ist auch Kooperationspartner der Hessischen Energiesparaktion (HESA) des Hessischen Ministeriums für Umwelt, Energie, Landwirtschaft und Verbraucherschutz. Die HESA ist ein erprobtes Instrument, um Energiesparmöglichkeiten zu kommunizieren. Sie leistet Öffentlichkeitsarbeit und informiert die Bürger direkt und über Multiplikatoren, stellt Kontakte zu Energieberatern her und fördert die Ausbildung von Energieberatern.
(www.hessische-energiesparaktion.de)

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