Beim Gerätekauf auf Energieeffizienz achten!

Die Weihnachtszeit naht, und nicht selten steht ein Fernseher oder anderes Elektrogerät auf dem Familienwunschzettel. Bei der Neuanschaffung sollte unbedingt auf die Energieeffizienz der Geräte geachtet werden. Aufgrund einer EU-Verordnung werden seit 2012 auch Fernsehgeräte mit diesen informativen Etiketten ausgestattet. Sie werden ebenfalls wie die sogenannte „weiße Ware" (Waschmaschinen, Kühlschränke und Gefriergeräte) in sieben Effizienzklassen eingestuft: von A bis G. Die dazugehörige Farbskala reicht von grün über gelb nach rot. A und grün heißt sparsam und damit empfehlenswert.

Das EU-Label ist für alle Haushaltsgeräte eine verlässliche Orientierung, um wirksam und ohne Komfortverlust Energie einzusparen. Das senkt nicht nur die Haushaltskosten, sondern schont auch die Umwelt. Mittlerweile konnte aufgrund technischer Fortschritte sogar eine Kategorie A+++ eröffnet werden.

Das Euro-Label wurde vor über 15 Jahren von der EU-Kommission eingeführt. Bei vielen Bauarten und Geräten ist die Einstufung von A bis G aber inzwischen überholt. Haushaltsgeräte mit den Stufen D bis G gibt es so gut wie gar nicht mehr, und auch die C-Klasse ist bei neuen Geräten nur noch selten vertreten. Für Wasch- und Spülmaschinen existiert sogar fast nur noch die Klasse A, und auch Kühl- und Gefriergeräte gibt es als A+ und A++. Diese durchlaufende Geräte schlagen mit durchschnittlich 20 Prozent am Stromverbrauch eines Haushaltes am deutlichsten zu Buche. Hier lohnt es sich deshalb besonders auf hohe Energieeffizienz zu achten.

Aber auch die Beleuchtung, die Unterhaltungselektronik, PC- und Telekommunikation sind wichtige Verbrauchsschwerpunkte. Für die Einteilung in Energieeffizienzklassen bei Fernsehgeräten werden Bildschirmgröße und verschiedene Kriterien der Ausstattung bewertet. Ein großer Bildschirm mit hoher Auflösung verbraucht erwartungsgemäß mehr Strom als ein kleiner Bildschirm. Ein LCD-Fernsehgerät ist sparsamer als ein Plasmagerät. In der Werbung muss das Energieetikett zusammen mit dem Preis gezeigt werden.

Im Schnitt verschlingt ein privater Haushalt zwischen 3.500 und 4.000 Kilowattstunden pro Jahr – mit steigender Tendenz. Um Stromkosten zu sparen sollten Elektrogeräte nicht unnötig im stand-by-Modus laufen. Sie betriebsbereit zu halten, ohne dass sie ihren eigentlich Zweck erfüllen, macht keinen Sinn. Ein Auto lässt man schließlich auch nicht unnötig im Leerlauf laufen, bis man es zum nächsten Mal benutzt!

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